Das Amateurfunkzeugnis

Eckart Moltrecht, Jg. 1939Das Amateurfunkzeugnis gestattet Ihnen die komplette Errichtung einer Funkanlage und sogar den Eigenbau von Sendern. Deshalb werden relativ viel Technik-Kenntnisse verlangt. Amateurfunk erlaubt nur die Verbindung zwischen Amateurfunkstationen, außer in Notfällen.

Eine Nutzung des Amateurfunks für "kommerzielle Zwecke" ist verboten. Ein Taxi- oder ein Bau-Unternehmen zum Beispiel darf seine Fahrer nicht über Amateurfunk leiten. Nun ist diese Anwendung heutzutage mit dem modernen Mobilfunk auch nicht mehr nötig.

Segler auf großer Fahrt, die keine Möglichkeit haben, Satellitten zu empfangen, können aber mit Amateurfunkstationen an Land Kontakt aufnehmen, die (auch mittels PACTOR automatisiert) E-Mails weiterleiten und auch den Empfang der Antworten ermöglichen. Allerdings arbeiten diese Stationen vorwiegend im 20-m-Band, wofür das Amateurfunkzeugnis Klasse A notwendig ist.

Techniker, die mit WLAN-Antennen Experimente machen möchten, können  die Amateurfunk-Frequenzen im GHZ-Bereich dafür nutzen. Für Messzwecke darf ein Sender mit Eigenbau-Antennenanlage kurzzeitig eingeschaltet werden. Hier ein Link zum Bandplan, aus dem man die nutzbaren Frequenzen entnehmen kann. Hierfür ist ebenfalls das Amateurfunkzeugnis Klasse A notwendig.

Die Prüfung

Die Prüfung zum Amateurfunkzeugnis besteht in beiden Klassen aus drei Teilen, nämlich Technik, Betriebstechnik und Vorschriften. Wenn man allerdings das Amateurfunkzeugnis Klasse E (oder das frühere Zeugnis Klasse 3) bereits besitzt, werden die Prüfungsteile Betriebstechnik und Vorschriften für die Prüfung Klasse A anerkannt und man braucht nur die Prüfung im Fach Technik Klasse A abzulegen.

Die Lizenzklassen

Deshalb empfehle ich, auch so vorzugehen. Durchlaufen Sie zunächst den Amateurfunklehrgang zur Klasse E und schließen Sie den Lehrgang Technik Klasse A an. Nach diesem Prinzip ist die weiter unten stehende Lernübersicht auch aufgebaut. 

Für die Klasse E gehen Sie so vor, dass Sie in einer Woche abwechselnd ein Kapitel Betriebstechnik/Vorschriften und dann ein Kapitel Technik Klasse E durcharbeiten. Versuchen Sie immer, dies in einer Woche zu schaffen, dann arbeiten Sie im richtigen "Lernfluss". Denn bei größeren Abständen vergisst man wieder viel und der Fluss geht verloren. Damit sind Sie in 20 Wochen, also in zirka einem halben Jahr, mit Klasse E durch. Ich empfehle, dann erstmal die Prüfung Klasse E zu machen und nach einer "kleinen" Lernpause den Lehrgang Klasse A durchzuarbeiten, wobei hier, so zeigt die Erfahrung, nur eine Lektion pro Woche oder eher in zehn Tagen zu schaffen ist.

Wie viel kostet der Online-Lehrgang?

Nichts. Allerdings habe ich mit dem DARC vereinbart, dass wir uns als "kleine Gegenleistung" von Ihnen wünschen, dass Sie Mitglied werden in der großen Gemeinschaft der deutschen Funkamateure mit seinen zirka 50000 Mitgliedern. Für einen monatlichen Beitrag von 8 € (bzw. 96 Euro pro Jahr, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte) erhalten Sie nicht nur  jeden Monat eine sehr kompetente Fachzeitschrift sondern auch noch eine Haftpflicht-Versicherung für Ihre Funkanlage.

Zum Online-Lehrgang


aktualisiert am 21.05.2017